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Schwergewicht
Das Opfer für Tyson heißt Danny Williams Mike Tyson beim Wiegen Der finanzielle Überlebenskampf treibt Mike Tyson nach 17 Monaten wieder zurück in den Boxring. Etwa 200 Millionen Dollar boxte der jüngste Weltmeister im Schwergewicht in seiner chaotischen Karriere bislang zusammen - so viel wie kein zweiter Faustkämpfer weltweit. Doch trotz seiner gigantischen Einkünfte steht der 38-jährige Amerikaner heute mit leeren Händen da. Schlimmer noch: Sein ausschweifendes Leben hat ihn in den Ruin getrieben. Nach seinem Offenbarungseid im August 2003 hat "Iron Mike" einen Schuldenberg von über 38 Millionen Dollar abzuzahlen, um nicht in der Gosse zu landen. In der Nacht zum Samstag will er damit in der "Freedom Hall" von Louisville im US- Bundesstaat Kentucky beginnen. Der frühere britische Europameister Danny Williams ist dafür als Opfer auserkoren worden. |
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#2
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Sechs Millionen Dollar
Danny Williams schlägt zu Mit einem Knockout in der vierten Runde nach 2:51 Minuten schickte der 1:9-Außenseiter aus London den amerikanischen Ex-Weltmeister in der Nacht zum Samstag wohl zum letzten Mal auf die Bretter. Für den 38-jährige Tyson war es die fünfte Niederlage im 57. Profikampf. Der jüngste Schwergewichts-Weltmeister der Box-Geschichte soll trotz Niederlage eine Börse von sechs Millionen Dollar kassiert haben. Allerdings darf der mit über 38 Millionen Dollar verschuldete Faustkämpfer davon nur zwei Millionen behalten. Der Rest geht an seine Gläubiger. Der sieben Jahre jüngere Williams (32 Siege/3 Niederlagen) musste sich mit 250.000 Dollar zufrieden geben. Er war im Februar vorigen Jahres im Duell um die Europameisterschaft noch dem Türken Sinan Samil Sam unterlegen. |
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#3
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Neue Gesetze: von Alcopops bis Schwarzarbeit
Der August bringt eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen mit sich. Dazu gehören die Vorschriften im Kampf gegen Schwarzarbeit und neue Regelungen bei den so genannten Alcopops. Kampf gegen Schwarzarbeit "Gesetz zur verbesserten Bekämpfung von Schwarzarbeit" heißt das Werk, das an diesem Sonntag in Kraft tritt. Damit soll die in Deutschland grassierende Schwarzarbeit künftig schärfer geahndet werden. Im Visier hatte der Gesetzgeber vor allem die gewerbliche Schwarzarbeit. Das betrifft illegale Beschäftigung am Bau, in der Gastronomie, im Taxi- und Mietwagengewerbe, bei Reinigungsdiensten sowie in Spielhallen. Bei Nachbarschaftshilfe sowie Beschäftigung privater Putzfrauen gelten dagegen lockerere Regelungen. Gelegenheitsjobs, "die nicht nachhaltig auf Gewinn gerichtet sind", zählen nicht zur Schwarzarbeit. Sie verursacht jedes Jahr Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe. Steuer auf Alcopops: Die alkoholischen Mixgetränke werden teurer Alcopops fast doppelt so teuer Gerade bei Jugendlichen sind sie sehr beliebt und deshalb auch so gefürchtet: alkoholische Mixgetränke. Für die so genannten Alcopops wird eine Sondersteuer fällig. Fläschchen, die nach dem 2. August hergestellt werden, sind dann um 80 bis 90 Cent teurer als bisher. Bei Billig-Angeboten verdoppelt sich dadurch fast der Preis. Die Sondersteuer soll junge Leute vom Kauf der Alcopops abhalten. Im vergangenen Jahr hatte sich der Umsatz um rund 50 Prozent erhöht. Besserer Schutz vor 0190-Nummern Ab diesem Sonntag werden Verbraucher besser vor 0190- Nummern geschützt. Wer die gebührenpflichtigen Service-Nummern 0190 und 0900 anruft, muss nun auch im Handynetz den Preis angesagt bekommen. Die Pflicht zur Preisangabe galt für die Betreiber der 0190/0900-Nummern bisher nur im Festnetz. Fehlt diese Information, müssen Anrufer die geforderten Gebühren nach dem Telekommunikationsgesetz nicht zahlen. Anrufe bei den Service-Nummern dürfen - wie schon seit einem Jahr - maximal zwei Euro pro Minute kosten, und die Verbindung muss nach einer Stunde unterbrochen werden. Gesetz zur nachträglichen Sicherungsverwahrung Schwerverbrecher können jetzt nach Verbüßung ihrer Haftstrafe noch in Sicherungsverwahrung genommen werden. Das kommt dann in Frage, wenn sie sich erst nach ihrer Verurteilung als weiter hochgefährlich erweisen. Bisher musste eine an die Haft anschließende Sicherungsverwahrung bereits bei der Verurteilung angeordnet oder zumindest als Möglichkeit vorgesehen werden. Neue Ausbildungsberufe: Fahrradmonteur und Schädlingsbekämpfer Ab dem 1. August gelten neue Ausbildungsordnungen für 30 Berufe. Darunter sind drei neue, für die eine zweijährige Ausbildung absolviert werden kann: Maschinen- und Anlagenführer, Fahrradmonteur sowie Kraftfahrzeugservicemechaniker. Bei guten Leistungen kann anschließend durch weitere Lehrzeit der anspruchsvollere dreijährige Berufsabschluss erworben werden. Zu den neuen dreijährigen Ausbildungsberufen zählt der Schädlingsbekämpfer. Neu ist auch der Bauwerksmechaniker für Abbruch und Beton-Trenntechnik. Gesetz fördert Strom aus Biomasse Die Förderung von Windenergie wird geändert: Die Vergütung für an Land stehende Windräder wird gesenkt, die Bedingungen für Windanlagen auf See werden verbessert. Günstiger werden auch die Bedingungen für noch unwirtschaftlich Techniken zur Stromgewinnung aus Biomasse sowie Deponie-, Klär- und Grubengas. Insgesamt soll sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung von 2000 bis 2010 auf 12,5 Prozent verdoppeln. Zentralregister für Betreuungsverfügungen Weitere Novellierungen betreffen das Betreuungsrecht und die Arbeitsstättenverordnung. Menschen, die für den Fall einer eigenen Entscheidungsunfähigkeit etwa durch Unfall oder schwere Erkrankung vorsorgen wollen, können nun bei der Bundesnotarkammer in Berlin eine Vollmacht hinterlegen. In diesem zentralen Vorsorgeregister kann bereits seit Ende Juli jeder - bald auch online - festlegen, wer entscheiden soll für den Fall, dass man körperlich oder geistig dazu nicht mehr in der Lage ist. Die Arbeitsstättenordnung wurde von unnötigen bürokratischen Detailregelungen befreit. |